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Solothurn (frz. Soleure, ital. Soletta) ist die Hauptstadt des Kantons Solothurn und liegt nur wenige Kilometer von Lommiswil entfernt an der Aare und am Jurasüdfuss. Mit über 15‘000 Einwohnern ist Solothurn die drittgrösste Stadt des Kantons Solothurn.

Solothurn gilt als schönste Barockstadt der Schweiz. Die Altstadt wurde zum grössten Teil zwischen 1530 und 1792 errichtet und zeigt dementsprechend eine Mischung verschiedener Architektur-Epochen. Die Gründung der Stadt ist zwischen 14 – 37 als keltischer Ort Salodurum bezeugt.

Lage

Solothurn
Solothurn (11 Bilder)
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Im Dreieck zwischen Bern, Olten und Biel gelegen, ist Solothurn hervorragend mit öffentlichem Verkehr angebunden. Für die Zuganbindung sorgen der Hauptbahnhof und der Westbahnhof (letzterer nur im Regionalverkehr). Neben den SBB welche gesamtschweizerische Fernverkehrs-Verbindungen anbieten, besorgt die BLS AG den Anschluss ins Emmental und nach Moutier im Berner Jura, während der Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) die meterspurige Linie nach Bern betreibt. Eine weitere meterspurige Zugverbindung stellt die Aare Seeland mobil (ASm) zwischen Solothurn und Niederbipp–Langenthal mit dem sogenannten „Bipper-Lisi“ bereit. Die nähere Umgebung erreicht man durch den Busbetrieb Solothurn und Umgebung (BSU). Der Gipfel des Hausbergs Weissenstein ist mit der Sesselbahn ab Oberdorf zu erreichen. Durch den Anschluss an die Autobahn (A1) ist auch mit dem PKW eine optimale Verkehrsanbindung geschaffen. Seit der Fertigstellung der Autobahn-Teilstrecke A5 zwischen Solothurn und Biel gibt es drei Ausfahrten (zwei Auffahrten) zur Stadt Solothurn.

Sehenswürdigkeiten

Zu den Sehenswürdigkeiten von Solothurn gehört die malerische Altstadt mit ihren Zunfthäusern und Figurenbrunnen. Verschiedene Theater und Museen, sowie die Solothurner Filmtage und Literaturtage, das Classic Openair oder die urtümliche Fasnacht sorgen kulturell für Abwechslung.

Bildung

In Solothurn gibt es ein umfangreiches Bildungsangebot. In sieben städtischen Schulen werden alle Stufen der obligatorischen Volksschule unterrichtet. Daneben gibt es eine Heilpädagogische Sonderschule, ein Sprachheil-Ambulatorium und eine Musikschule. Bei den Privatschulen ist besonders die Rudolf Steiner Schule bekannt. In der Stadt befindet sich ebenfalls die Kantonsschule Solothurn. Weitere Schulen von Bedeutung sind die Kaufmännische Berufsschule, die Gewerblich-Industrielle Berufsschule (GIBS), die Pädagogische Hochschule (gehört seit 2006 zur Fachhochschule Nordwestschweiz) und die Volkshochschule.

Die «Solothurnerzahl» 11

Solothurn hat eine spezielle Beziehung zu der Zahl Elf, deren Ursprung bis ins Mittelalter zurückreicht. Bereits der erste Rat, den die Solothurner stellen durften, zählte 11 Mitglieder. Solothurn wurde ausserdem als elfter Stand in die Alte Eidgenossenschaft aufgenommen. Nachdem immer mehr solche 11er-Beziehungen zum Vorschein traten, begannen die Solothurner diese Zahl bewusst zu pflegen.

So verfügt das Wahrzeichen der Stadt, die St.-Ursen-Kathedrale, über elf Altare und elf Glocken. Zu ihr hinauf führt eine Treppe mit jeweils 11 Stufen pro Abschnitt. Es gibt in Solothurn elf Kirchen und Kapellen sowie elf historische Brunnen. Im Weiteren hat die Stadt elf Türme, elf Zünfte (nur historische Zahl), elf Stadttore (nur historische Zahl), elf Stadtplätze, elf Museen und sogar eine «Solothurner Uhr», die nur 11 Stunden hat. Das im Naturmuseum hängende Foucault-Pendel, welches die Erddrehung anzeigt, dreht sich ebenfalls um elf Grad pro Stunde. Eine lokale Brauerei heisst Öufi Bier (solothurnisches Schweizerdeutsch für Elf) und produziert ein gleichnamiges Bier.